
Biografia
Dr. Renée Fabbiocchi
Malerin, Kalligrafin, Gründerin der Casa Museo Fabbiocchi, München, seit 1981.
Teramo, 1960
Die ersten Engel
Renée Fabbiocchi wurde als Rosella Fabbiocchi in der Provinz Teramo geboren, Tochter eines Vaters, der an den Folgen von Krieg und Gefangenschaft in Deutschland litt. Mit drei Jahren begann sie, Engel zu zeichnen, mit Kohle aus dem Kamin, auf dem Boden ihres Elternhauses, um ihre Mutter aus asthmatischen Ohnmachtsanfällen zurückzuholen. Der Verteidigung einer inneren Spiritualität, ihrer „IDENTITÀ“, galt seither ihr ganzes Werk.
Warwick & Tokio
Rossetti, Shodo und ein neuer Name
Mit einem Stipendium studierte sie Sprach- und Literaturwissenschaft und schrieb ihre Abschlussarbeit „Ut Pictura Poesis“ über Dante Gabriel Rossetti an der Warwick University, eine Begegnung, die ihr Leben prägen sollte. Ihre Suche nach spiritueller Kraft in der Kalligrafie führte sie nach Japan, zu den Studien des Shodo und des Noh-Theaters. Mit fünfundzwanzig Jahren, inspiriert von René Magrittes „La Mémoire“, gab sie sich ihren neuen Namen: Renée.
Aus RENÉE FABBIOCCHI destillierte sie später ihre Künstlersignatur: zwei Solfège-Noten, RE und FA, und den Grundstein für ihren eigenen Farb- und Notencode, den codice Fabbiocchi.


München, seit 1981
Ein Friedenszentrum, mitten in der Stadt
1981 kam Renée Fabbiocchi nach München und richtete in ihrer Wohnung ihr erstes „Centro di Pace“ mit einer Ausstellung ein, es folgten Stationen in Japan und Rom, bevor sie endgültig nach München zurückkehrte. Aus dieser Wohnung wurde die Casa Museo Fabbiocchi an der Thierschstrasse: Atelier, Archiv und Ausstellungsraum in einem.
Mehr als tausend Arbeiten, Zeichnungen, Gemälde, Fotografien, sind hier entstanden und dokumentiert: der Werkkatalog „Il girotondo delle anime“ und, digital, das Archiv Opera Omnia mit 2.700 Werken.
Das Archiv Opera OmniaIl codice Fabbiocchi
Die Sanduhr und das Auge
In ihrem Werkarchiv findet sich ein handschriftliches Diagramm: eine Sanduhr aus den sieben Solfège-Noten DO RE MI FA SOL LA SI, jede in ihrer eigenen Farbe, mit einem offenen Auge im Kipppunkt. Renée Fabbiocchi nennt es ihre „Theoria della Clessidra“: Zeit, Werk und Vermächtnis in einem Zeichen. Es findet sich in ihrem Namen selbst wieder: Fabbi + Occhi, italienisch für Augen, in „L'arte apre gli occhi: Fabbi.Occhi apre l'arte.“
Das Lebenswerk weiterdenken
Mit 69 Jahren möchte Dr. Fabbiocchi ihr Werk in den Dienst einer grösseren Mission stellen: ein Friedenszentrum in der Toskana.
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